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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
386
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3§6

53 2 -

Ein Herz voll Tapferkeit und guter Dinge brauchtvon Zeit zu Zeit etwas Gefahr, sonst wird ihm die Weltunausstehlich.

533 -

Trübe und bittere Gedanken sind ohne physiologischeUrsachen gar nicht möglich. Um der grosse Anklägerder Zeit oder des ganzen Lebens zu werden, muss unsreLeber dazu präparirt sein.

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Die meisten haben allein Geist, wenn sie in kriege-rischer Verfassung sind, bei Angriff, Furcht, Vertheidi-gung, Rache; dafür verfallen sie, sobald dieser Zustandnachlässt, in die Dumpfheit. Es gehört sehr viel Geistdazu, im Wohlbefinden noch davon übrig zu haben.

535 -

Geistesgegenwart, das heisst: die Fähigkeit, sich seineWorte und Handlungen durch die Umstände dictirenlassen, ist also eine Fähigkeit zu lügen und zu heucheln.

536 .

Wir können nur die Charaktere begreifen, die wiraus uns bilden können, und nur so viel von ihnen.Wie unser Auge nur sehen kann, wozu es sich ge-übt hat.

537 -

Napoleon. Ein gigantischer Plan: bereit ihn zuentwerfen, bereit ihn auszuführen: von Zeit zu Zeit dieBasen für ihn legend. Durch diesen einzigen Gedankenbewegt: losgelöst von allen Eindrücken zweiten Ranges,