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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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502.

Es giebt Menschen, welche ihre nicht eben land-läufigen Gedanken nicht anders mitzutheilen wissen, alsindem sie dabei an aller Welt ihren Ärger auslassen.Das heisst doch seine Meinungen etwas zu theuer aufden Markt bringen. Giebt es aber oft solche Käuze, soentsteht ein Vorurtheil gegen alle nicht landläufigenMeinungen, wie als ob Zank, Verdruss, Verleumdung,Verbitterung, Niedertracht ihre nothwendigen Begleitersein müssten.

503 -

Wie kann sich die moderne Menschheit den Vor-theil der Absolution verschaffen, dem Gewissensbissein Ende machen? Ehemals hiess es:Gott ist gnädig:es hilft nichts, die Menschen müssen es jetzt sein!

504 -

(Vgl. unten S. 412, Aph. 614.)

Wenn man nur mit denen verkehrt, deren Berührunguns erfreut und erhebt, so werden sich Gruppen undSchichten bilden, die wiederum in einem solchen Ver-hältnis von näherer oder fernerer Entfremdung stehen.Das ist sehr gut, ein nothwendiger Bau der Gesell-schaft und Redlichkeit!

505 -

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 363.)

Den Zufall benützen und erkennen heisst Genie.

Das Zweckmässige und Bekannte benützen Mo-ralität ?

506.

(Vgl. oben S. 269, Aph. 215; S. 347, Aph. 393,)

Das Genie wie ein blinder Seekrebs, der fortwährendnach allen Seiten tastet und gelegentlich etwas fängt: