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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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483 -

(Vgl. unten S. 388, Aph. 544.)

Wo Heroismus ist, da giebt es kein Verbrechenmehr. Denn der Glaube, dass etwas gut ist, ist beimHeroismus.

484.

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 141.)

Auf Menschen, denen viel Plötzliches begegnet, seies von aussen oder von innen her, wirkt alles, was ruhigerwartet werden kann, humanisirend; also zum Beispieljede Gewohnheit, welche über sie und über ihre Gesell-schaft herrscht: denn das Gewohnte macht keine rascheSpannung, keine schnelle Maassregel nöthig. Plötzlichesungestümes Handeln ist ebenso halb-wildenhaft wie plötz-liches ungestümes Überwunden-werden von Affecten; fürsolche Zustände besteht das Moralische im Gewohnten,Ruhigen, Abwartenden, Überlegenden. In andern Zeit-altern, wo dagegen gerade ein Übermaass von diesenEigenschaften existirt, scheinen die Leidenschaften undungestümen Plandlungen moralischer; es ist, als ob denMenschen dieser Zeiten ein Blick in die Natur dabeigegönnt wäre, so dass ihnen freier, kühner, erregter zuMuthe wird, sie halten also das Plötzliche für das huma-nisirende Element, wie jene früheren das Gegentheil.

485-

Der Eitle bleibt beim Mittel zum Zweck stehn undbekommt es lieb, so dass er den Zweck vergisst.

486.

Es giebt viel höhere Schauspieler, die den Staats-mann, den culturbegründenden moralischen Propheten