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Gelegenheit zum Heroismus in dem Gedanken, dass dieeinmal geschlossene Ehe unlösbar sei, dagegen hatte dieGeorges Sand umgekehrt ihre strengsten und sittlichstenEmpfindungen in die Forderung gedrängt, dass die Ehenur so lange Dauer haben dürfe, als die leibliche Ver-einigung von Seiten beider Gatten mit dem Zustande einerseelischen Begeisterung für einander verbunden ist.
475 -
Die Moralität der Männer nimmt im Leben ab: alsKinder sind wir am moralischesten, weil ohne Furcht, vonLiebe umgeben und der Anmaassung fremd. Die Mora-lität der Frauen, welche in ähnlichen Verhältnissen, wiedie Kinder, zeitlebens leben, nimmt deshalb mit denJahren eher zu als ab.
476.
Eine Gattin als Hemmung, ein Gatte als Entartungs-mittel.
477 -
Eine Frau, die begreift, dass sie den Flug ihresMannes hemmt, soll sich trennen, — warum hört manvon diesem Act der Liebe nicht?
478.
Wie oft wird grob und aufsehenerregend die Ehegebrochen, bloss um den moralischen oder rechtlichenZustand herbeizuführen, in dem eine unerträglich ge-wordene Ehe gelöst werden könne!
479 -
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 275, 339.)
Das, was uns oft zwingt, und zwar mit dem Gefühlder Zustimmung, obschon es kein angenehmer Zwangist, nennen wir Pflicht. Durch häufige Übung entsteht