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472.
Eine Umgebung, vor der man sich gehen lässt, istdas letzte, was man sich wünschen sollte, eine ArtKrone für den Überwinder seiner selbst, der sich selbervollendet hat und Vollendung ausströmen möchte. Andrewerden zu Scheusälern. Vorsicht in der Ehe. Der Mangelan Pathos und Form in der Familie, in der Freundschaftist ein Grund der allgemeinen Erscheinung von Schlum-perei und Gemeinheit (Eigenschaften des Gebahrens nichtnur, sondern auch der modernen Charaktere); man lässtsich gehen und lässt gehen.
473-
(Vgl. Jenseits, Apk. 229.)
An unsern grössten Qualen und Sorgen andre theil-nehmen lassen, die dieselben nicht haben, sondern nurleiden machen, — ist das nicht grausam ? Ist es nichtaus jenem Gefühle entsprungen, welches bei allem Schlim-men, was uns trifft, etwas leiden sehen will, eine feinereEmanation der Rache? Und ist also die Ehe und dieFreundschaft voller Gefahr, weil sie solche Grausamkeitder Übertragung von Leid fördert? Es ist schwer, einLeid nicht mitzutheilen, — also sollten wir uns die Ge-legenheit dazu nehmen und in der Einsamkeit leben.
474-
Die Ehe giebt verschiedenen Arten von Menschenzu verschiedenen Arten des moralischen Heroismus An-lass: die einen würden auch mit der geliebtesten Per-son keine Ehe eingehen, im Falle die Kirche ihren Segen.vorbehielte, und andere umgekehrt würden auf die Eheverzichten, wenn dieselbe von einer kirchlichen Einseg-nung abhängig gemacht würde; wieder andere finden
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