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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
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schieben: er kommt dem gern entgegen. Aber be-wiesen für den Künstler ist damit nichts.

446.

Die ärmliche Handvoll Wissen, womit die heutigeErziehung den Gebildeten abfindet, scheint diesen engenund pfäffischen Köpfen schon zu viel, sie bekommenAngst, es möchte der Kunst ein Abbruch geschehen,und dieselbe sich nicht mehr so dauerhaft geberden dür-fen, wie es jetzt meist geschieht. Die Nothstände,welche bei jenen seltenen Menschen entstehen, in denendie Wissenschaft ein gewaltiges Feuer ist, dürften solcheKöpfe wahrlich nicht im Munde führen.

447 -

(Vgl. Nachträge zu Richard "Wagner in Bayreuth, Bd. X, S. 399.)

Da jedes Ding bei längerem Bestehen etwas Würdehaben will, so sehen wir auch die Wagnerische Kunstnach allem greifen, was im Stande ist, Würde zu ver-leihen: Christenthum, Fürsten- und Adelsgunst u. s. w.;gar zu gern möchte sie einen Heiligenschein, aber wosind die Mächte, welche solche zu vergeben hätten!

448.

Je weniger sie etwas durchdacht und sich selber zurKlarheit gebracht haben, um so unverschämter streichensie die Farben des Gefühls auf, im Vertrauen, dass derDeutsche zuletzt immer an einen Gott glaubt, weil erjemand unverständlich und erhaben sich geberden sieht.

449 -

(Vgl. oben S. 271, Apk. 220.)

Schopenhauers Lehre enthält als Kern im Innernden Satz: wir werden durch unsere Begierden gelenkt: