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haltend! Aber mit dem tiefen seltsamen Zauber, derunsern Gedanken eine Ruhe gab, mit jener farbigenDämmerung, welche den geistigen Tag einmal auslöschte,ist es vorbei. — Sobald man freilich die Worte nichtmehr versteht, ist alles wieder in Ordnung: und dies istglücklicherweise die Regel; immerhin sind billigerweiseschlechte Texte den besseren vorzuziehen, weil sie keinInteresse auf sich lenken und überhört sein wollen. —Die Oper will die Augen zugleich beschäftigen, und weilbei der grossen Menge die Augen grösser sind als dieOhren, was viel sagen will, so richtet sich die Musik derOper nach den Augen und begnügt sich, charakteristischeFanfaren zu blasen, sobald etwas Neues zu sehen ist, —Anfang der Barbarei.
424.
(Vgl. Nachträge zu „Richard Wagner in Bayreuth“, Bd. X S. 398 u. 407;
Fall Wagner, Abschn. 8.)
Der dramatische Musiker muss nicht nur als Dichter,sondern auch als Musiker Schauspieler und ganz undgar Schauspieler sein. Dies trennt ihn unerbittlich abvom eigentlichen Dichter und eigentlichen Musiker; er istim Vergleich zu jedem von ihnen geringerer Gattung.Aber als Schauspieler kann er sich zur Genialität undzum gleichen Range mit ihnen erheben.
425-
(Vgl. Fall Wagner, Abschn. 6.)
Die Deutschen haben den betrunkenen Scharfsinnder Hegelianer erlebt, welche Goethe zu erklären meinten,indem sie ihn in Schemata zerschlugen, und die wider-liche Beschränktheit der Anhänger Wagner’s, welche ausjeder Schwäche ihres Meisters ein Dogma und eine Auf-forderung machten, dass hier jeder schwach sein solle.