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deutschen Operncomponisten griffen, — Zeichen wovon?Diese Neigung zu mythischen Greueln, woran auch dieGriechen litten, ist jedenfalls ein schlechter Geschmack:schlimm genug, wenn die Philosophie dessen bedarf, umihre Sätze glaubhaft zu machen.
421.
(Vgl. oben S. r 18, der neue Umblick, Apk. 101.)
Es giebt Musik, welche so sehr den Eindruck sicht-barer Dinge nachahmt, dass man sie allen denen em-pfehlen kann, welche Ohren haben, um zu sehen.
422.
(Vgl. Nachträge zur Geburt der Tragödie, Bd. IX S. 140 ff.;oben S. 119, der neue Umblick, Aph. 108.)
Die dramatische Musik ist ein Mittel zur Erregungoder Steigerung von Affecten: sie will nicht Freude ander Musik selber geben, wie die Musik für Kenner undLiebhaber (Kammermusik). Weil sie von etwas über-zeugen will, was ausser ihr liegt, gehört sie in dieRhetorik.
423-
(Vgl. oben S. 115, der neue Umblick, Aph. 92; Fröhliche Wissen-schaft, Aph. 80.)
Der Dichter lässt den erkennenwollenden Triebspielen, der Musiker lässt ihn ausruhen, —■ sollte wirk-lich beides neben einander möglich sein? Sind wir ganzder Musik hingegeben, so giebt es keine Worte in un-serm Kopfe, — eine grosse Erleichterung; sobald wirwieder Worte hören und Schlüsse machen, das heisst,sobald wir den Text verstehen, ist unsere Empfindungfür die Musik oberflächlich geworden: wir verbinden siejetzt mit Begriffen, wir vergleichen sie mit Gefühlen undüben uns im symbolischen Verstehen, — sehr unter-