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scheint zu sagen: das Unmögliche nicht zu vermögensollte keinen Kummer machen.
406.
Hat einer einen jener grossen Aufschwünge in’shöhere Reich des Geistes gemacht und ihn darstellenkönnen, da macht die Menschheit den Versuch, ihn insich aufzusaugen: das heisst, viele versuchen in der
gleichen Richtung zu fliegen und erst spät beruhigt sichdie Begierde. Es sind die Moden im grossen Stile,namentlich für die Ehrgeizigsten. Es war die Art, wieman ehemals reiste und Abenteuer suchte.
407.
Die italiänischen Maler haben die „heilige Geschichte“so schön zurückübersetzt, alle rührenden Scenen derFamilie entdeckt, alle jene Augenblicke, wo ein be-deutender Mensch einen Augenblick für mehrere un-vergesslich macht: bei jedem ihrer Bilder kann manThränen vergiessen. Nur wo die heilige Misere beginnt,da empfindet man nicht mehr mit, — das Wissen um dieFolgen derselben hält das Gegengewicht.
408.
Shakespeare und Aschylus, die vielartigen Dramatiker,beugen sich vor den einartigen höheren Menschen,den Dichtern ihrer Zeit. Goethe beugt sich vor Shake-speare, — nicht vor dem Theaterdichter, sondern, alsAnhänger Rousseau’s, vor der Natur-Unordentlich-keit in ihm. Es ist ein Zeitgeschmack.
409.
Bei Milton und Luther, wo die Musik zum Lebengehört, ist die mangelhafte fanatische Entwicklung des