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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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350
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lebnisse anfangen: für grobe Naturen giebt es da keineProbleme. Dass man seinem Helden gegenüber fest-hält, er sei nicht non plus ultra, sondern ein tüchtigerMensch, zeichnet jeden guten Dichter aus. Die Halb-götter-Geschichten bedürfen wenig Talent, grobe Farben, sie werden der Masse erzählt. Es sind ideale Räuber-und Gespenster-Geschichten. Wer sich in seine Heldenund deren Erlebnisse verliebt, ist nicht ersten Ranges,denn er muss arm sein. Mit prächtigen und entzücken-den Stoffen und Helden geben sich die Armen ab, welchenicht ohne weiteres glauben, dass andre sie für reichhalten.

404.

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 265.)

Die Novelle wirkt stärker als das aufgeführte Schau-spiel, weil sie sich der Historie gleichstellt; während dasSchauspiel die Illusion fortwährend zerstört; gesetzt einSchauspieler bringt sie hervor, dann zerstört sie einanderer, und jedenfalls das Theater und die Menschenum uns. Wie matt, wie wenig überzeugend ist MozartsDon Juan gegen Merimees Don Juan! Dann sind wirbeim Erzählenhören viel thätiger als beim Anschauen,letzteres erzeugt den Hang zum Kritisiren viel öfter.Die Musik wirkt, als fortwährende Begleitung, unter allenUmständen abziehend und störend, auch die beste Musiklangweilt zu oft.

WS-

Zu den Trostmitteln der leidenschaftlichen und un-gebändigten Charaktere gehört die Tragödie; sie räthan, Ruhe und innere Freiheit nur jenseits der Welt zuerwarten, damit beseitigt sie vorübergehend die mora-lische Unzufriedenheit solcher Naturen mit sich, denn sie