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Von einem Gedanken glühen, von ihm verbranntwerden, — das ist französisch. Der Deutsche bewun-dert sich und stellt sich mit seiner Passion vor den Spie-gel und ruft andere hinzu.
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Den Deutschen fehlt es an esprit, weil sie keinenÜberschuss von Geist besitzen: haben sie den ihren an-gewendet, so sind sie arm und sitzen da. Sie hassen ihn,und doch fühlen sie, dass ohne ihn die Geselligkeit einelangweilige. Flegelei ist. — Daher „Gemüth“!
380.
In Frankreich möchte sich der esprit gern Geniegeben. In Deutschland möchte das Genie sich gern espritgeben.
381.
Ein Mann mit Geist erhebt sich in Deutschland zuhoch über seine Mitbürger und wird zum Narren; derNebel umhüllt seinen Kopf. — Er entartet so leicht, weilnichts neben ihm ihn in Schranken hält, er schiesst aus,nach allen Seiten, und ist von einer hässlichen Frucht-barkeit.
382.
Wie kommt es, dass die Deutschen keinen Geisthaben? Sie empfinden langsam und lassen ihre Empfin-dungen nicht reif werden, sie kreuzen sie durch Berufoder alltägliche Dinge: so machen sie sich mittelmässig,sie bleiben immer wie unreife Früchte.
1) Sie verstehen nicht Müsse zu haben.
2) Sie nehmen ihre Erlebnisse nicht ernst, als wich-tig genug des allgemeinen Nachdenkens.