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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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Wer sehr abweichend denkt und empfindet, geht zuGrunde, er kann sich nicht fortpflanzen. Somit könntees für den Grad der Individuation eine Grenze geben.In Zeiten, wo sie peinlich empfunden wird, wie inunserer (und wie in aller bisherigen moralischen Ge-schichte der Menschheit), vererbt sich der Trieb dazuschlecht. In Zeiten, wo sie lustvoll empfunden wird,übertreibt sie sich leicht und macht die äusserste Isolation(und verhindert dadurch die allgemeine Fruchtbarkeit derMenschheit). Je ähnlicher, desto mehr nimmt die Frucht-barkeit zu, jeder trifft auf ein genügendes Weibchen:also Übervölkerung im Gefolge der Moral. Je un-ähnlicher, desto

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Wodurch haben sich die adeligen Geschlechter so guterhalten, zu allen Zeiten? Dadurch dass der junge Mannin der Ehe nicht vor allem Geschlechtsbefriedigung suchteund in Folge dessen sich hierin berathen Hess und nichtvon der amour passion und amour physique sich fort-reissen Hess, unpassende Ehen zu schliessen. Erstenswaren es in Sachen der Liebe erfahrene junge Männer,welche sich verheiratheten: und dann hatten sie an Re-präsentation u. s. w. zu denken, kurz mehr an ihr Ge-schlecht als an sich zu denken. Ich bin dafür, moralischeAristokratien wieder zu züchten und ausserhalb der Eheetwas Freiheit zu geben.

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(Vgl. Götzendämmerung, Streifzüge eines Unzeitgemässen, 36.)

Man soll die Befriedigung des Triebes nicht zu einerPraxis machen, bei der die Rasse leidet, das heisst garkeine Auswahl mehr stattfindet, sondern alles sich paart

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