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wirklich vermöge dieses moralischen Charakters dieersten und herrschenden Menschen des Erdballs? Aberwonach bemisst man den Rang der verschiedenen Mo-ralitäten? Zudem wollen es die Nicht-Europäer, wie dieChinesen, gar nicht Wort haben, dass die Europäer sichdurch Moralität vor ihnen auszeichneten. Es gehörtvielleicht mit zum Wesen der jüdischen Moralität, dasssie sich für die erste und höchste hält: es ist vielleichteine Einbildung. Ja man kann fragen: giebt es über-haupt eine Rangordnung der Moralität, giebt es einenKanon, der, über allen Welten, das Sittliche definirt ohneRücksicht auf Volk, Zeit, Umstände, Erkenntnissgrad?Oder ist ein Ingredienz aller Moralen, der Grad von An-passung an die Erkenntniss, vielleicht das, was eine Rang-ordnung der Moralen ermöglicht?
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(Vgl. Götzendäramerung, Streifzüge eines Unzeitgemässen, 39.)
Der Geschlechtstrieb macht den grossen Schritt derIndividuation: für meine Moral wichtig, denn er ist anti-social und leugnet die allgemeine Gleichheit und dengleichen Werth von Mensch zu Mensch. Er ist derTypus individueller Leidenschaft, die grosse Er-ziehung dazu: der Verfall eines Volkes geschieht indem Maasse, als die individuelle Passion nachlässt unddie socialen Gründe bei der Verheirathung üb er wiegen.— Die Scheidung der Geschlechter ist nicht fundamental,die Zeugung ist nicht essentiell geschlechtlich, es gehörtnicht zum Wesen des Lebendigen. Es ist ein sehrstarker Ausdruck der individuellen Lust, je höher dieWesen sind, um so stärker wird das Individuelledaran.