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Die Griechen in alter Zeit hielten Milch und Honigfür die Kost der Götter, — das waren keine Weintrinker-zeiten. Den Germanengöttern war Meth der Trank, derUnsterblichkeit gab: da haben wir die Trinker. Somader Eranier ein berauschendes Getränk, das nur imOpfer vorkommt. Also: man bringt in Gedanken ‘dieberauschenden Getränke und die Empfindungen derUnsterblichkeit und Leidlosigkeit in Verbindung. Durchden Genuss des Soma hören für den Sterblichen am Endealler Tage alle Leiden der Sterblichkeit auf, sie gehnzur Seligkeit der Götter über. — Die Entzückung beiMilch und Honig: zu denken an Ninon de l’Enclos,welche eine Suppe schon berauschte.
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Dionysisch: für uns ist der Wein etwas sehrNüchternes! Und so suchen wir die Ursache des Diony-sischen neben dem Wein und nehmen dessen Wirkunghöchstens als Symbol. Umgekehrt! Die Wirkung desWeins war das Neue, das man nur wie ein neues Lebenund eine neue Gottheit zu fassen wusste: man verstandandre Erscheinungen darnach symbolisch. — Die epilep-tische Drehwuth, welche die hysterischen Weiber Griechen-lands befiel, wurde mit dem Weintaumel verglichen.
Der Wein hat anders auf die Griechen gewirkt, alsauf unsre alkoholisirten Gehirne, „unvermischter Weinmacht wahnsinnig“, sagten sie.
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(Vgl. Genealogie der Moral, zweite Abhandl., Cap. 23.)
Das Problem in der Zeit der griechischen Tragödiewar: wie konnten diese grässlichen Dinge eigentlich