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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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Also: was will ich?

Absicht: warum will ich?

Motiv: wer treibt mich zu dieser Schätzung?

Die Absicht geht auf etwas, das für uns Werth hat.

Wie erreiche ich das Ziel?

Das Motiv ist die Ursache der Werthschätzung.

280.

(Vgl. Jenseits von Gut und Böse, Aph. 16, 19.)

Wir begreifen den allerkleinsten Theil dessen, woraussich jede Handlung zusammensetzt, und die lange Kettevon strenge in einander greifenden Nerven- und Muskel-vorgängen dabei ist uns sogar ganz unbekannt. Sonehmen wir denn die Handlung als einen momentanenAct des Willens in der Art, wie ein hebräischer Schrift-steller es von Gott sagt: er gebeut und es steht da, das'heisst: wir machen eine Zauberei daraus und fühlen unsals Zauberer frei. Unsere Unwissenheit spielt uns denangenehmen Streich, dass sie unsern Stolz aufrecht er-hält. Gelingt es einmal nicht, was wir wollen, so musses wohl an einem feindlichen Wesen liegen, welches,wiederum durch Zauberei, zwischen unsern Willen unddie That ein Hemmniss legt. Das Gute wollen und dasVerkehrte thun, das schiebt der eine dem Teufel zu,der andere der Sündhaftigkeit, ein dritter sieht darin dieStrafe für die Schuld früherer Lebenszeiten: alle fastlegen es moralisch und dämonisch aus. Kurz, nachdemwir den Wilden - Glauben an die Wunder als dieRegel der Natur aufgegeben haben, hat derselbeGlaube sich in Bezug auf unsere psychologischen Vor-gänge festgesetzt; hier gilt noch immer das Wunder alsdie Regel. In Wahrheit heisst etwas wollen ein Experi-ment machen, um zu erfahren, was wir können; dar-