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über kann uns allein der Erfolg oder Misserfolg be-lehren.
281.
Die „Möglichkeit einer äusseren Einwirkung, dasBedingtwerden-können“ setzt gerade nicht „Freiheit“,sondern „Bedingtheit“ voraus. Zwei unbedingte Dingekönnen nicht auf einander wirken.
282.
(Vgl. Wanderer, Aph. 9, 10.)
Wenn einer immer von seinen eignen Handlungenüberrascht wird (wie die wilde Leidenschaft), also erkeine Vorausberechnung über sich machen kann, dannzweifelt er an seiner Freiheit, und oft redet man davon dämonischen Einflüssen. Also die Regelmässig-keit, mit der gewisse Vorstellungen und Handlungen inuns folgen, bringt uns auf den Glauben, hier frei zu sein:berechnen zu können, vorherzuwissen! Das heisst: manleitet aus der Allwissenheit Gottes die Allmacht ab, —ein gewöhnlicher Denkfehler. Das Gefühl der Macht imIntellectuellen, welches sich beim Vorherwissen einstellt,verknüpft sich unlogisch mit dem, was vorhergewusstwird: als Propheten bilden wir uns ein, Wunderthäterzu sein. Die Thatsache ist: „in dem und dem Falle pflegenwir das zu thun“. Der Schein ist: „es ist der und derFall: ich will jetzt dies thun“. Wollen ist ein Vorurtheil.Es geschieht etwas immer und durch uns, und ich weissvorher, was daraus wird und schätze es hoch, dass diesgeschieht. Es begiebt sich trotz alledem ohne unsereFreiheit und häufig wider unser oberflächliches Wissen:wir sagen dann erstaunt: „ich kann nicht, was ich will“.Wir sehen unserm Wesen nur zu, auch unserm intel-lectuellen Wesen: alles Bewusstsein streift nur die Ober-flächen.