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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
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eingeschoben),ich liebe dich! nein! Es ist in mir einverliebter Zustand, und ich meine, du werdest ihn lindern.Diese Objectaccusative! Ein Glaube ist in all diesenEmpfindungsworten enthalten, zum Beispiel wollen, hassenu. s. w. Ein Schmerz und eine Meinung in Betreffseiner Linderung, das ist die Thatsache. Ebenso wovon Zwecken geredet wird. Eine heftige Liebe ist diefanatische, hartnäckige Meinung, dass nur die unddie Person meine Noth lindern kann, es ist Glaube, derselig und unselig macht, mitunter selbst im Besitze nochstark genug gegen jede Enttäuschung, das heisst Wahr-heit.

265.

Begierde! Das ist nichts Einfaches, Elementares!Vielleicht ist eine Noth (Druck, Drängen u. s. w.) zuunterscheiden und ein aus Erfahrung bekanntes Mittel,dieser Noth abzuhelfen. Es entsteht so eine Verbindungvon Noth und Ziel, als ob die Noth von vornherein zujenem Ziele hinwolle. Ein solches Wollen giebt esgar nicht.Mich verlangt zu uriniren ist ebenso irr-thümlich als:es giebt einen Willen zum Nachttopf.

266.

(Vgl. Jenseits, Aph. 175.)

Ich will dies: man unterscheidetGegenstand,Schätzung des Gegenstands und Übung, aber im Grundeist es nicht ein Gegenstand, den man will, sondern einangenehmer Zustand von uns, der uns in irgendeiner Verbindung mit dem Gegenstand vorgekommen ist:und die Schätzung des Gegenstandes ist ein Versuch,die thatsächlich angenehme Empfindung zu erklären,dadurch dass wir das Angenehme als Folge einer Ein-sicht darstellen (zum Beispiel Essen als Stillung des