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haftigkeit in seiner Activität. Ursprünglich sind dieintellectuellen Functionen sehr schwer und mühselig.Nachmachen ist das Beste, Hass gegen das Neue. Spätendlich ist umgekehrt der Ekel am Nachmachen schnellda und die Lust am Neuen und am Wechsel sehr gross.
262.
Die Übung, mehrere Eigenschaften an einem Dingeanzuerkennen, abseits von unserm Affect, constituirteine Reihe von festen Dingen, die immer grösser wird,und immer feiner. Diese Übung bildet ein Bedürfniss:nach der Erkenntniss der Dinge in ihrer Vielheit: Basisdes intellectuellen Triebes.
263.
Dass sich Schopenhauer’s Lehre vom „Willen“ soleicht einschmeichelt, liegt daran, dass wir in das Wesent-liche derselben schon eingeübt worden sind — durchden jüdischen Begriff „Herz“, wie er uns durch Luther’sBibel geläufig geworden ist. Die Empfindung, dass unsetwas leicht fällt und an lauter schon vorhandene Empfin-dungen anknüpft, gilt uns als Zeugniss der Wahrheit.
264.
(Vgl. Jenseits von Gut und Böse, Aph. 19.)
Die Sprache trägt grosse Vorurtheile in sich undunterhält sie, zum Beispiel dass, was mit einem Wortbezeichnet wird, auch ein Vorgang sei: Wollen, Begehren,Trieb — complicirte Dinge! Der Schmerz bei allen dreien(in Folge eines Drucks, Nothstands) wird in den Process„wohin?“ verlegt: damit hat er gar nichts zu thun, es istein gewohnter Irrthum aus Association. „Ich habesolches Bedürfniss nach dir!“ nein! Ich habe eine Noth,und ich meine, du kannst sie stillen (ein Glauben ist
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