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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
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ganz thierisch-nützlich. Die Erziehung zur Wahrheit,ist sie eine Verbesserung des Thiers, eine höhere An-passung an die Wirklichkeit? Unser Wohlwollen,Mitleid, unsre Aufopferung, unsere Moralität ruht aufdemselben Unterbau von Lüge und Verstellung wieunser Böses und Selbstisches! Das ist zu zeigen! Derunangenehme, ja tragische Eindruck dieser Entdeckungist unvermeidlich zunächst. Aber alle unsre Triebemüssen zunächst ängstlicher, misstrauischer werden, all-mählich mehr Vernunft und Redlichkeit in sich auf-nehmen, hellsichtiger werden und immer mehr so denGrund zum Misstrauen gegen einander verlieren: sokann einmal eine grössere Freudigkeit entstehen, einefundamentalere: einstweilen wäre diese Freudigkeit nurdem Unredlichen möglich. Resignation und jeneheroische Lust am Trotz und am Siege sind dieeinzigen Formen unsrer Freudigkeit: wenn wirErkennende sind.

Wie kommt es nur, dass wir gegen die gründ-liche Verlogenheit und Verstelltheit ankämpfen?Ein Gefühl der Macht, welches in der Entwicklung unddem Wirken unsres Intellects frei wird, treibt uns: esmacht Appetit.

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1. Zeit der Triebe ohne Gedanken; 2. Zeit der Triebemit Gedanken (Urtheilen). Hier werden Triebe undTrieb-Verhäkelungen vorgestellt. Die häufige Wieder-holung, das Zustimmen und Verwerfen solcher Vor-stellungen , übt eine Rückwirkung auf die Triebe selbst,manche werden sehr geübt, andre ausser Übung gesetztund ausgedorrt. Allmählich entsteht durch ungeheureÜbung des Intellects die Lust an seiner Activität:und daraus endlich wieder die Lust an der Wahr-