Druckschrift 
11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
283
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(Vgl. Bd. XII, die Wiederkunft des Gleichen, Aph. 17, 18.)

Der Raum von drei Dimensionen gehört in dieVorstellung, ebenso wie die Bewegung, die dritte Dimen-sionvollendet sich nur in der Zeit. Wir verbindenFlächen zu einer Einheit, die uns nach einander sicht-bar werden. Wir selber als erkennende Wesen sind eineimmer neue rotirende Kraft und bringen so ein Nach-einander hervor, auch bei festen Objecten. Wir sinddie Bewegten, welche sich um die Dinge bewegen: wirstehn nicht still, das Umgekehrte ist wahr von dem,was der Augenschein ist.

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(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 112.)

Ursache und Wirkung sind für uns unbegreiflich,weil beide nur als negative Abbilder uns bewusst wer-den, und zwischen denen giebt es nur Succession. Aussolchen Successionen besteht derKörper,das Ding.Wir nehmen keine Bewegung wahr, sondern mehreregleiche Dinge in einer gedachten Linie, wir nehmen auchkeine Zeitdauerlinie wahr, sondern unsre Empfindunghat bewusste Momente (getrennt von einander), unddiese fügen wir aneinander, legen sie an sich und bauenso einen bestehenden dauernden Körper aus einzelnenEmpfindungen. Aber wie das gleiche Ding in der Be-wegung eine Illusion ist, also die Bewegung, welche wirconstruirsn, jedenfalls etwas andres ist als dieWirklich-keit, so ist auch dies Gebilde aus mehreren negativenEindrücken auf uns construirt und zurechtphantasirt, jeden-falls etwas andres als die Wirklichkeit. Es kann nichtvollständig sein, denn es besteht nur aus Relationen zuuns, und das an uns, wozu es keine Relation haben kann,