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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
281
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240.

(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. m.)

Die Wurzel des Verstandes ist A = A? Nein! A = B,der Glaube, dass zwei gleiche Dinge da sind. Die höchste -Entwicklung des Verstandes geht darauf hin, es zuleugnen und sich selber soweit anzuzweifeln und zubeschränken.

241.

(Vgl. Götzendämmerung, die Vernunft in der Philosophie, Abschn. 2.)

Wenn wir beachten, zu welchen Irrungen uns dieSinne am liebsten verführen, können wir errathen, welcherArt ihre Grundirrthümer sein werden (zum Beispiel derGlaube an Körper).

242.

(Vgl. Bd. XII, die Wiederkehr! des Gleichen, Aph. 5.)

Wir reden, als ob es seiende Dinge gebe, undunsere Wissenschaft redet nur von solchen Dingen. Aberein seiendes Ding giebt es nur nach der menschlichenOptik: von ihr kommen wir nicht los. Etwas Werdendes,eine Bewegung an sich, ist uns vollends unbegreiflich.Wir bewegen nur seiende Dinge, daraus bestehtunser Weltbild auf dem Spiegel. Denken wir uns dieDinge fort, so auch die Bewegung. Eine bewegte Kraftist Unsinn, für uns.

243 -

(Vgl. oben S. 198, Aph. 40.)

Die Eigenschaften eines Dinges erregen unsre Em-pfindungen, zum Beispiel dass es grau ist, und dieGestalt, die Art von Bewegung, vor allem sein Vorhan-