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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
280
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Schaft der Materie, vorausgesetzt, dass man weiss, wasMaterie ist: die treibende Kraft als das Vorurtheil unsrerSinne gedacht: so dass Kraft und Materie eins sind,entweder als ein An sich bezeichnet oder, nach der Re-lation zu unsern Sinnen, als Grenze unsres Empfindensfür die Kraft bezeichnet. Die treibenden Kräfte sindnichts Letztes und der Analyse schlechthin Widerstreben-des, wie Schopenhauer meinte, der sie als denWillenverstand: wir können in ihnen noch das Wissen begriff-lich absondern als ihre Eigenschaft: ohne Wiedererkennenund Schliessen giebt es keinen Trieb, kein Treiben undWollen. Der Intellect (und nicht die Empfindung) istdem Wesen der Dinge eingeboren; Empfindung ist einZufall in der Geschichte seiner Richtungen, und nichtsan sich Neues. Um die ersten Sätze der Mechanik zuverstehen, muss man den treibenden Kräften ein Wieder-erkennen und Schliessen geben, aber keine Bewusst-heit darum, keine Empfindung. Das Wiedererkennenund Schliessen aber setzt Mehrheit aber Einartigkeit vonKräften voraus, mindestens Zweiheit. Der Irrthum imWiedererkennen und Schliessen ist erst möglich, seit esEmpfindung giebt. So! Nun fliegt zurück, ihr Tauben,und gebt den Wolken was der Wolken ist!

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Unser Bewusstsein hinkt nach und beobachtet wenigauf einmal und während dem pausirt es für anderes.Diese Unvollkommenheit ist wohl die Quelle, dass wirDinge glauben und im Werden etwas Bleibendes an-nehmen, ebenso dass wir an ein Ich glauben. Liefe dasWissen so schnell wie die Entwicklung und so stetig,so würde an kein Ich gedacht.

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