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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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ist nie zu machen. Unser Erkennen ist Beschreiben,mehr oder weniger ungenau, das genaue Nacheinanderund Nebeneinander, ein Gedächtniss zu einer Art vonBild (einer zeitlosen Einheit) scheinbar vereinigt.

228.

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 120.)

Wir können unseregeistige Thätigkeit ganz undgar als Wirkung ansehen, welche Objecte auf unsüben. Das Erkennen ist nicht die Thätigkeit des Sub-jects, sondern scheint nur so, es ist eine Veränderungder Nerven, hervorgebracht durch andere Dinge. Unddadurch, dass wir die Täuschung des Willens herbei-bringen und sagen:ich erkenne, im Sinne von:ichwill erkennen, folglich thue ich es, drehen wir die Sacheum und sehen im Passivum das Activum. Aber auchdas Wort passiv, activ ist gefährlich!

Jene Formen der Erkenntniss sind Erzeugnisse ausden Wirkungen der Dinge auf uns. Wir statten alleDinge mit ihnen aus, weil alle Dinge uns mit ihnen aus-gestattet haben. Unsere Thätigkeit ist scheinbar productiv.

22g.

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 483; Jenseits, Aph. 15.)

Der Mensch entdeckt zuletzt nicht die Welt, sondernseine Tastorgane und Fühlhörner und deren Gesetze,aber ist deren Existenz nicht schon ein genügender Be-weis für die Realität? Ich denke, der Spiegel beweistdie Dinge.

230.

(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 260.)

Für einen einzigen Menschen wäre die Realität derWelt ohne Wahrscheinlichkeit, aber für zwei Menschenwird sie wahrscheinlich. Der andre Mensch ist nämlich

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