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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
271
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27 I

220 .

(Vgl. oben S. 37, Sorrentiner Papiere, Aph. 2).

Schopenhauers Lehre ist eine verkappte Teleologie,aber die eines bösen und blinden Wesens, welches Zweckeerstrebt, die nicht zu bewundern und nicht zu liebensind. Schien es bei der früheren Teleologie, als ob derKopf des Universums und die hellste und gerechteste Ein-sicht in ihm die Welt und die Menschen gemacht habewo man nicht begreifen konnte, warum beide nicht umetwas vernünftiger und gerechter ausgefallen sind, soscheint bei Schopenhauer der Unterleib des Universumsdie Wurzel der Dinge zu sein: und die Begierden des-selben erfinden sich erst den Intellect, um sich mit seinerHülfe bessere Nester zu bauen. Eins ist so falsch wiedas andere: aber das letzte ist unklarer, weil es vomWollen redet, ohne von vornherein einen Intellect an-zunehmen, der sich vorstellen konnte, was man will:einen solchen Willen ins Blaue (ins Dasein!) giebt esnicht, es ist ein leeres Wort.

221.

Der Intellect der jetzigen Menschen reichte wohlaus, um aus einem Chaos ein geordnetes Sonnensystemherzustellen, aber es fehlt ihm vielleicht die dazu nöthigeZeit und vor allem das Chaos; sicherlich wäre die Weltunendlich weiter, wenn der menschliche Intellect an Stelledes Zufalls hätte schalten und walten dürfen, auch hätteer Milliarden von Jahren gespart.

222.

(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 344.)

Ein Reich ganz unmenschlicher Necessität enthülltsich immer mehr! Endlich lachen wir selber mit, zu sehn,