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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
270
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2~jO

2 l6.

Bei unsern jetzigen inductiven Forschern ist derScharfsinn und die Vorsicht geist- und erfindungsreicher(auch phantasievoller), als bei den eigentlichen Philosophen.

217.

(Vgl. oben S. 200, Aph. 44; Menschliches, Allzumenschliches I, Aph. 15.)

Die „Erkenntnisse mit einem Schlage“, die „Intui-tionen“ sind keine Erkenntnisse, sondern Vorstellungenvon hoher Lebhaftigkeit: so wenig eine Hallucinationwahr ist.

218.

(Vgl.'Menschliches, Allzumenschliches I, Aph. I; Götzendämmerang, dieVernunft in der Philosophie, Abschn. 4.)

Es herrscht immer noch die Neigung, alle hoch-geschätzten Dinge und Zustände auf eine noch höhereUrsache zurückzuführen: so dass diese Welt hoher

Dinge gleichsam ein Abglanz einer noch höheren sei.Es scheint also die Verminderung einer Eigenschaftden Menschen natürlicher als eine Steigerung: „das Voll-kommne kann nicht werden, sondern nur vergehen“, isteine uralte Hypothese. Erinnerung an eine frühere,bessere Welt (Präexistenz), oder Paradies im Anfänge,oder Gott als Ursache der Dinge, — alles setzt die gleicheHypothese voraus. „Der werdende Gott“ ist der mytho-logische Ausdruck für die wahren Vorgänge.

219.

(Vgl. oben S. 199, Aph. 41.)

Man glaubte, wenn man die Eigenschaften einesDinges verallgemeinerte, auch seine Ursachen zukennen: und die allgemeinste Verallgemeinerung müsstedie Ursache aller Dinge sein. So sollte die Vollkommen-heit an sich existiren als Wesen, aus dem dann die Tugen-den und die tugendhaften Menschen zu erklären seien.