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183.
(Vgl. oben S. 22, Pflugschar, Aph. 32.)
Zu begreifen, wie wenig Werth die sittlichen Hand-lungen haben, wie wenig Unwerth die unmoralischen, —wie gross dagegen die intellectuelle Verschiedenheit inihnen ist, — diese Aufklärung über die Motive derHandlungen zu bekommen, bringt das höchste Erstaunenhervor.
184.
Allen moralischen Systemen, welche befehlen, wieman handeln solle, fehlte die Kenntniss, wie manhandelt, — aber alle meinten, sie zu haben, wie jederMensch es meint.
185.
Um die Moral haben sich im ganzen immer nur diesehr moralischen Menschen bekümmert, meistens in derAbsicht, sie zu steigern. Was Wunder, dass eigentlichdie unmoralischen und durchschnittlichen Menschen dabeifast unbekannt geblieben sind! Die moralischen Menschenhaben über sie phantasirt und vielfach ihre Phantasienden Leuten in den Kopf gesetzt.
186.
Die moralischen Plandlungen sind Mittel, derenZwecke man aus den Augen verloren hat, und die ansich zu erreichen jetzt schon Vergnügen macht.
187.
Die moralischen Urtheile sind Mittel, unsere Affecteauf eine intellectuellere Weise zu entladen, als dies durch
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XI.
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