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selber ist das Ergebniss der intellectuellen Arbeit, nament-lich wenn zwei entgegengesetzte Triebe den Intellect inBewegung setzen. ' Das Gedächtniss führt uns in Bezugauf ein Ding odej- eine Person bei einem neuen Affectdie Vorstellungen zu, die das Ding oder die Person früher,bei einem andern Affect, in uns erregte: und da zeigensich verschiedene Eigenschaften; sie zusammen geltenlassen ist ein Schritt der Redlichkeit, das heisst: es dem,welchen wir jetzt hassen, nachtragen, dass wir ihn einstliebten und sein früheres Bild in uns mit dem jetzigenvergleichen, das jetzige mildern, ausgleichen. Dies gebeutdie Klugheit: denn ohne dies würden wir, als Hassende,zu weit gehn und uns in Gefahr bringen. Basis derGerechtigkeit: wir gestehn den Bildern desselben Dingesin uns ein Recht zu.
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In wiefern der Handelnde gegen sich gewissenlosist? — Der Verstand, der die Folgen einer That vorauserwägt, muss trotzdem irgendwo Plait machen und aufUnsicherheiten hin handeln, das heisst: mit dem Gefühleder unvollkommnen Einsicht in die Folgen doch thun,als ob er sicher wäre, in Bezug auf die Folgen: riskirenmit der Miene der Entschlossenheit und unbedingtenEinsicht, das heisst schauspielern oder sich selber täuschen,sein intellectuelles Gewissen zum Schweigen bringen.
180.
(Vgl. oben S. 232, Aph. 128 u. S. 241 Aph. 147.)
Wir haben nur gegen uns selber wahr zu sein:gegen andre es zu sein ist Aufopferung, und nur indem Falle, dass dazu der natürliche Hang in uns ist, istauch die Wahrheit gegen andre ein Gebot der Natur,