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nicht Beherrschen, sondern Wohlthun sich und andernschaffen.) In der Macht ist das Gefühl, gern wehe zuthun, — eine tiefe Gereiztheit des ganzen Organismus,welche fortwährend Rache nehmen will. Die wollüstigenThiere sind in diesem Zustand am bösesten und gewalt-thätigsten, sich selber über ihren Trieb vergessend.
Die Resorption des Samens durch das Blut ist diestärkste Ernährung und bringt vielleicht den Reiz derMacht, die Unruhe aller Kräfte nach Überwindung vonWiderständen, den Durst nach Widerspruch und Wider-stand am meisten hervor. Das Gefühl der Macht ist bisjetzt am höchsten bei enthaltsamen Priestern und Ein-siedlern gestiegen (zum Beispiel bei den Brahmanen).
174.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 363.)
Das Gefühl der Lust der Ergebung ist vielleichtweiblich, — und beider Gefühle sind beide Geschlechterfähig, aber ein Überschuss in jedem besonders. Gott weiss,mit welchen Eigenheiten der geschlechtlichen weiblichenFunction es zu thun haben mag, dass ihre sinnliche Er-regung nicht wesentlich als Wille der Macht sich äussert:beherrscht werden, dienen, sie fühlen sich schwächerdurch die Liebe, und die Ernährung des Eierstockesfordert Kraft ab.
175 -
(Vgl. Jenseits von Gut u. Böse, Aph. 13.)
Es giebt keinen Selbsterhaltungstrieb, — sonderndas Angenehme suchen, dem Unangenehmen entgehen,erklärt alles, was man jenem Triebe zuschreibt. Es giebtauch keinen Trieb, als Gattung fortexistiren zu wollen.Das ist alles Mythologie (auch bei Spencer und Littre).