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thun. Deshalb ist es so wichtig, dass die guten Hand-lungen wirklich ausführbar sind und häufig: sonstdie moralische Hölle und das Moralische als Fernblickauf die Heiligen, — auch bewunderungswürdige Be-leuchtungen und Färbungen hervorrufend!
147.
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 112; Antichrist, Cap. 11.)
„Pflicht“ heisst: ein Ziel wollen, nicht um eines andernwillen, sondern um seiner selbst willen: also ein abso-lutes Ziel. Der kategorische Imperativ, ein Befehl ohneBedingungen. Darauf gründete Kant eine Metaphysik:denn giebt es ein Ziel ohne Bedingung, so kann diesnur das Vollkommne oder das unendliche Gut sein:gäbe es noch etwas Vollkommneres, oder ein höheresGut, so wäre es nicht ein Ziel ohne Bedingung. Also:eine metaphysische Annahme zu machen, wie Kant!
148.
„Du darfst ein Ziel wollen, wenn du es kannst.“Ohne diese Bedingung heisst es dem Menschen ein un-bedingtes Vermögen geben, eine Kraft ohne Bedingung.Eine unbedingte Pflicht implicirt ein unbedingtes Ver-mögen, sie zu erfüllen: sonst ist es eine Pflicht für einandres Wesen als ich, eine in der Luft aufgehängte Pflicht.— Wer von Pflicht und Freiheit redet, setzt metaphy-sische Principien voraus.
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149.
„Arrangire dich so, dass du das grösstmögliche Glückvon deinen Eigenschaften hast“, das ist albern! Dennohne allen Befehl: genau das erreicht ein jeder, ermag leben, wie er will, — namentlich muss! Dass er
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XI. iß