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sich nach einer Gemeinschaft, wo ihr Individuellstes alsRegel empfunden wird, wo es auf hört individuell zusein. Andre sind wüthend bei der Vorstellung solchesGemeinwerdens. Die ersten leiden an dem Fatum ihrerEinzigkeit, die andern geniessen ihre Einzigkeit. Andremerken sie gar nicht.
138.
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 132.)
Lust und Schmerz. — Ist es wahr, dass dasindividuellste Wesen von sich am meisten Lusthätte? Ja und noch mehr, wenn es den Reiz vonlauter individuellen Wesen um sich hat. Wie aber ver-hindern, dass sie sich einander in die Sphäre greifen?Aber warum verhindern! Es muss Feindseligkeit geben,damit das Individuum ganz herrlich herauskommt, allebösen Affecte müssen da sein. Die Moralität fort-gedacht ! Aber die zunehmende Erkenntniss, die zu-nehmende Lust an einander, die überlegene Miene beiallen schlimmen Erlebnissen, die Reserven der, vollenIndividuen in Nothfällen, im Kampfe mit dem Un-veränderlichen! Zuletzt: es giebt eben nur eine Zeit fürdas Aufblühen der Individuation, — und vielleichtmuss die Menschheit an der Moral zu Grunde gehen.
I 39-
Sobald wir den Zweck des Menschen bestimmenwollen, stellen wir einen Begriff vom Menschen voran.Aber es giebt nur Individuen, aus den bisher bekanntenkann der Begriff nur so gewonnen sein, dass man dasIndividuelle abstreift; — also den Zweck des Menschenaufstellen hiesse: die Individuen in ihrem Individuell-werden verhindern und sie heissen, allgemein zu werden.