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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
Seite
231
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ralischen Handlungen treibt, jetzt treibt, sind nicht jeneResultate, noch weniger diese Folgen, auch etwas anderesals das, was ursprünglich die Anerkennung moralischerPrädicate erzeugt hat. Der Ursprung der Moralitätkann nicht im Moralischen liegen. Man hat also nichtzu verwechseln: erstens Resultate der Moral, zweitensFolgen der Moral, drittens Motive moralischer Hand-lungen, viertens Motive der Entstehung moralischerBegriffe. Und doch soll in den bisherigen Moralen einDing, dasPrincip, für so verschiedene Dienste ge-nügen.

126.

(Vgl. oben S. 44, Sorrentiner Papiere, Apk. 12.)

Der Anschein des Seienden und Festen im Indivi-duum, der Anschein willkürlicher Handlungen, der An-schein eines absoluten Charakters der Handlungen, derAnschein eines absoluten Werthes gewisser Handlungen(das heisst, eines unbegrenzt höchsten Werthes), diesevier Irrthümer haben zur Weiterentwicklung der Moralam meisten beigetragen.

127.

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 103.)

Da seit uralters moralische Urtheile gefällt wordensind (als Irrthümer über Handlungen), so haben sich darausjedenfalls moralische Empfindungen, Neigungen,Abneigungen gebildet. Also diese sind wirklich.Aber wie. verhalten sie sich zu der Wirklichkeitder Handlungen, über welche die moralischen Urtheileirrthümlich gefällt werden? Die Handlungen, überwelche bei den Menschen zuerst moralische Urtheile ge-bildet wurden, sind die, welche sich alle bei den Thierenfinden: deren Motive somit nicht erst zu schaffen waren.