der Welterfolg, sondern das Nicht-mehr handeln-müssenoder sogar der Misserfolg. Jene Unseligkeit und dieseMisserfolge sind die Mittel und Stufen zur Entweltlichung.Giebt es noch Christenthum ? Es scheint, es ist schonam Ziele seiner Entweltlichung, nämlich zur Welt hinaus.Aber es hat, bevor es schied, an die Wand seine Schriftgemalt, und diese ist noch nicht verschwunden: „dieWeltist verächtlich, die Welt ist böse, die Welt ist das Ver-derben.“
in.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 20.)
Gesetzt, die Wissenschaft kräftigt ihr Ansehen undherrscht: ihr sollt eine Schätzung der Lüge und derFähigkeit zu erdichten erleben, wie noch nie! Ebensowie das Christenthum vielleicht jetzt mehr gilt alsirgendwann! Selbst bei seinen Gegnern!
112.
(Vgl. oben S. 214, Aph. 83; Götzendämmerung, was ich den Altenverdanke, Abschn. 2.)
Der moralische Fanatismus der antiken Philosophenhat dem Christenthum vorgearbeitet, es ist viel zu vielWerth auf das Heil der Seele gelegt worden. Wir sindtief unmoralisch im Verhältniss zum Alterthum, und dasist unser Vorzug. Und tief unreligiös gegen das Christen-thum.
113-
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 546; Genealogie der Moral, zweite Abhandl.,
Cap. 23.)
Die Thatsache war, dass im griechisch-römischenAlterthum der Mensch an seinen Leidenschaften wie anseinen Unrechten Llandlungen nicht intensiv genug litt,