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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
Entstehung
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log.

Vgl. Antichrist, Cap. 5 und 62.)

Das Christenthum 'hält 1) eine fundamentale Ver-besserung der Menschen für möglich ohne Verbesserungihres Wissens, ohne Verbesserung ihrer gesellschaftlichenZustände; 2) es will Enthaltung von der Welt, aber nichtFörderung der Welt; 3) es zieht Leid und Trübsal vor underweckt Argwohn gegen das Wohlbefinden; 4) es zieht denGlauben dem Wissen und die Unbegreiflichkeit dem Ver-ständnis vor und macht argwöhnisch gegen die Ver-nunft; 5) es beachtet Geschlecht, Stand, Volk nicht, dieseUnterscheidungen sind ihm unwesentlich; wenn aber mitdiesen Unterscheidungen Nothstände verbunden sind, sofindet es die Aufrechterhaltung der Unterschiede wün-schenswerth, um der Nothstände und ihrer Heilswirkungenhalber; 6) es setzt die tiefe Verderbtheit aller Dinge undMenschen voraus und sieht den Untergang als bevor-stehend an; es will diesen Untergang nicht aufhalten, eswill die Welt sich möglichst verleiden. Dächte mansich das Christenthum, in seiner ganzen Stärke aufgefasst,als herrschend, dächte man sich, dass keine Kräfte da-gegen wirken, so whirde es in kurzer Zeit den Unter-gang des Menschengeschlechtes herbeiführen: es nimmtden Menschen die Gesundheit, die Freude, das Zutrauen,die Absichten für die Zukunft der Welt (also die Thätig-keit). Diese Consequenz geben einige Kirchenväter zu:sie sehen hier keinen Vorwurf und Einwand.

110.

(Vgl. Antichrist, Cap. 39.)

Das Ziel der christlichen Moralität ist nicht das ir-dische Glück, sondern die irdische Unseligkeit. Das Zieldes praktischen Christen, der in der Welt steht, ist nicht