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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
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freiwilliger weshalb es die Genüsse des Lebens an-betet, sieht im Heiligen ein Gegenstück von Hand-lungsweise,' von dem es nichts begreift: es glaubt anden Heiligen, quia absurdns est. In unsern protestan-tischen Ländern, wo gerade jetzt die moralische Er-ziehung fast fehlt oder ganz gedankenlos vor sich geht,hat man vor dem Heiligen einen fast gleichen Respect;man denkt an die Asketik wie an etwas Übermensch-liches und vergisst dabei, dass zu jeder antiken Moral,selbst zur epikureischen, eine Asketik gehörte.

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(Vgl. Morgenrötlie, Aph. 87.)

Wir müssen es dahin bringen, das Unmögliche, Un-natürliche, Gänzlich-Phantastische in dem Ideale Gottes,Christi und der christlichen Heiligen mit intellectuellemEkel zu empfinden. Das Muster soll kein Phantasmasein!

100.

Das Christenthum (und nicht nur die katholischeKirche) fährt fort, sich zu stellen, als ob es alles forderte,aber es ist sehr zufrieden, sehr dankbar, wenn es nuretwas erhält. In dieser Genügsamkeit ist jetzt auchder beste Christ, nach christlichem Maasse gemessen,schlimmer als ein Heide; er will weder für seinen Glaubenleben, noch mit seinem Glauben sterben; er ist zufrieden,wenn man ihnen beiden ein Almosen giebt.

101.

Der Irrthum der kirchlichen Absolution (und oft auchder staatlichen Strafen) besteht darin, dass hier ein Ein-mal zum Keinmal gemacht werden soll. Wenn die Er-