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{Vgl. Vermischte Meinungen und Sprüche, Aph. 224;
Morgenrüthe, Aph. 68.)
Will man behaupten, dass der Germane für dasChristenthum vorgebildet und vorbestimmt gewesen sei,so darf es einem nicht an Unverschämtheit fehlen, denndas Gegentheil ist nicht nur wahr sondern auch hand-greiflich. Woher sollte auch die Erfindung zweier aus-gezeichneter Juden, des Jesus und des Saulus, der zweijüdischesten Juden, die es vielleicht gegeben hat, geradedie Germanen mehr anheimeln als andere Völker? (Beidemeinten, das Schicksal jedes Menschen und aller Zeiten,vorher und nachher, nebst dem Schicksal der Erde, derSonne und der Sterne, hänge von einer jüdischen Be-gebenheit ab: dieser Glaube ist das jüdische non plusultral) Wie reimt sich die höchste moralische Subtilität,welche ein Rabbiner- und nicht ein Bärenhäuter-Verstandso geschärft hat, und welcher die Erfindung des heiligenGottes und der Sünde an ihm zuerst gelungen ist, dasGefühl der Unfreiheit und Knechtschaft in einem grenzen-los ehrsüchtigen Völkchen, sein Ausschauen nach demErlöser und Vollender aller Hoffnungen, die priesterlicheHierarchie und das volksthümlichere Asketenthum, dieüberall fühlbare Nähe der Wüste, und nicht die desBärenwaldes, — wie reimt sich dies alles zum faulen,aber kriegerischen und raubsüchtigen Germanen, zumsinnlich kalten Jagdliebhaber und Biertrinker, der esnicht höher als bis zu einer rechten und schlechtenIndianerreligion gebracht hat und Menschen auf Opfer-steinen zu schlachten noch vor zehnhundert Jahren nichtverlernt hatte?