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11 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 3 (1897) Schriften und Entwürfe 1876 - 1880 : Die Pflugschar; Die Sorentiner Papiere; Der neue Umblick; Nachträge zu den "Vermischten Meinungen und Sprüchen"; Nachträge zu "Der Wanderer und sein Schatten"; Vorarbeiten und Nachträge zur "Morgenröthe"
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vorurtheile der jetzigen Wissenschaft zu errathen!Es ist das Europäerthum!

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Die Werthschätzungen auf unrichtiger Grundlageführen einen Vernichtungskrieg gegen einander, abervielleicht arbeiten alle zusammen doch daran, gewisseGrundimaginationen zu stärken. Deshalb darf man siesich nicht selber überlassen, sondern muss sie angreifen. Die Action, in welche sie den Menschen ziehen, hilftdazu, falsche Maassstäbe immer wieder zu erzeugen,es wird der Teufel an die Wand gemalt, und zuletztwird man von der gleichen Empfindung beherrscht,wie die, welche man bekämpft. Also: man soll nichtviel gegen sie kämpfen!

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Die Wissenschaft, die das Loben und Tadeln auf-heben will, will das Verwundern beseitigen und dieMenschen so leiten, dass sie immer das Billige undRechte erwarten; zuletzt sollen sie, selbst wenn ein Vul-can ausbricht, sich sagen: es ist billig und gerecht, erkann ja nicht anders; was ist da zu verwundern?

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(Vgl. Morgenröthe, Apli. 118 u. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 301.)

Die Menschen sehen allmählich einen Werth und eineBedeutung in die Natur hinein, die sie an sich nicht hat.Der Landmann sieht seine Felder mit einer Emotion desWerthes, der Künstler seine Farben, der Wilde trägtseine Angst, wir unsre Sicherheit hinein, es ist ein fort-währendes feinstes Symbolisiren und Gleichsetzen, ohneBewusstsein. Unser Auge sieht mit all unsrer Moralität