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dem persönlichen Stolz und der Lust am Gehorsamgegen einen Chef, der Auszeichnung verleiht; sie ver-achten nach unten hin, sie achten nach oben hin undbei ihres Gleichen, sie verlangen selber aber von allerWelt (Ober-, Mittel- und Unterwelt) Achtung, sie ge-berden sich als die bessere Hälfte der Menschheit. Dagegenbedeutete im Deutschen der schlichte Mann ehemals denschlechten Mann: so weit gieng das Misstrauen gegenden, welcher nicht die künstlicheren Geberden und Aus-drücke der guten Gesellschaft besass.
26.
Die Gegengabe gegen die moralische Einschränkungdes Individuums ist die Steigerung- des Gefühls der Macht(als Mitglied einer Gemeinde, später einer höheren, gei-stigeren Menschheit, eines Ordens). Vermöge der mora-lischen Handlungen kann man zaubern. Untergehenmit dem Gefühl der Macht, — ein besonderer Kunstgriff,im Sterben siegen („die Materie abschütteln“ u. s. w.).
2 7 -
Das Gefühl der Macht, insofern man zu einemstarken Häuptling, Familie, Gemeinde, Staat gehört, —fundamental für Stiftung moralischer Verbindlichkeit; wirordnen uns unter, damit wir das Gefühl der Machthaben. — Wer dem Vaterland abgeneigt ist, hat doch inAugenblicken der Gefahr desselben sofort seinen Opfer-muth wieder: er will das Gefühl der Ohnmacht nicht.
28.
(Vgl. Morgenröthe, Apk. 352 11. 366.)
Bei einem Verbrechen: die furchtbare Erniedrigungim Gefühle der Macht, aus einer unbescholtenen eine be-