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Das Regelmässige in der Natur, das ist das Be-rechenbare, dem kann man sich fügen, so dass es un-schädlich oder gar nützlich verläuft: so hat man überall,wo Regel waltet, an gute, wohlthätige Mächte geglaubt(durch eine Verwechslung). Das Böse, das ist das Unbe-rechenbare, zum Beispiel der Blitz. Der Mensch ist be-rechenbar auf Grund der Moral, insofern gut, das fremdeVolk unberechenbar, also böse, fremde Sitten werden alsböse betrachtet. Die Übertragung dessen, was uns gutist, auf das Object, das nun gut genannt wird.
18.
Der Mensch, erstaunlich furchtsam, versucht nurnothgedrungen etwas Neues. Gelingt es, so wiederholter es, bis es eine Sitte wird, und spricht es heilig.
ig.
Die Handlungen der Gewohnheit hat man nur inHinsicht auf ihren gemeinen Nutzen sittlich, also mitdem höchsten menschlichen Prädicat nennen können, — insich sind sie sehr arm und fast unter-thierisch.
20.
Alle halten das für moralisch, was ihren Standaufrecht erhält, die Mütter, was ihr Ansehen mehrt, derPolitiker, was seiner Partei nützt, der Künstler, was seinenKunstwerken zur Verewigung verhilft: und der Grad vonGeist und Kenntnissen entscheidet, wie weit einer diesInteresse treibt, ob er die Reform der ganzen Welt, jaselbst den Untergang derselben für das sittliche Zielerklärt, damit er so dem Interesse seines Standes u. s. w.