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einer Sache für das Individuum aus dem Auge verliertund in’s Auge fasst, wie vielen Individuen sie schongenützt hat (oder zu haben scheint). Man traut ihr jetztmehr Kräfte zu.
4 -
Selbst aus der Geschichte der Moral soll das Gefühlder Macht ström'en: unwillkürlich wird sie gefälscht, derMensch wird herrlich gedacht, als höheres Wesen mitEigenschaften, welche die Thiere nicht haben. Fast alleSchriften sind der Schmeichelei gegen den Menschenverdächtig - .
5 -
In der Moral ist selbst die Periode der Hypothesennoch nicht dagewesen: sie ist jetzt gut zu heissen; derUmfang der Möglichkeiten, aus denen die Moralität ihreEntstehung haben könnte, ist jetzt durch Phantasiezu erschöpfen. Ich mache den Anfang; sehr skeptisch.
6 .
(Vgl. Jenseits von Gut und Böse. Aph. 186.)
Die Moralisten nahmen die vom Volke verehrteMoral als heilig und wahr und suchten sie nur zu syste-matisiren, das heisst: sie hiengen ihr das Kleid derWissenschaft um. Den Ursprung zu untersuchen hat keinMoralist gewagt: der rührte an Gott und dessen Boten!Man nahm an, dass die Moral im Munde des Volks ent-stellt lebe, dass es ihrer „Reinigung“ bedürfe.
7 -
Man soll doch die Behauptung, dass Moral Aber-glaube ist, nicht dadurch zu widerlegen glauben, dassman sagt: Moral sei unsäglich nützlich und namentlichgewesen: also ein sehr nützlicher, vielleicht unentbehr-licher Aberglaube.