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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
Entstehung
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211
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Wahrhaft individuell lebendig sind nur die Heroen.In ihnen erkennt sich die Gegenwart wieder und lebt inihnen fort.

Es sind keine historischen sondern mythische Men-schen. Auch das Persönliche hat nur Ruhm (wie beiPindar), wenn es in ferne Mythen gehüllt wird.

Der Wettkampf! Und diese Verleugnung des Indivi-duums !

Es kämpfen keine Individuen, sondern Ideen miteinander.

Der Wettkampf! Und das Aristokratische, Geburts-mässige, Edle bei den Griechen!

Dieser mythische Geist erklärt es nun auch, wie dieKünstler wetteifern durften: ihre Selbstsucht war gereinigt,insofern sie sich als Medium fühlten: wie der Priester ohneEitelkeit war, wenn er als sein Gott auftrat.

Empedokles ein schauspielerischer Improvisator: dieMacht des Instinctiven (wie bei Themistokles); der Glaubean die verschiedenen Existenzen bei Empedokles echthellenisch.

Die Individuenbildung in der griechischen Mytho-logie sehr leicht.

Das Christenthum ist nicht schöpferisch in Mythen.

Seit wann entsteht das Individuum bei den Griechen?

Sophokles der Dichter der Leiden des agonalenIndividuums.

Der Philoktet: als Lied vom Exil zu verstehen.Der Grieche verstand es.

Die Trachinierinnen: keine Eifersuchtstragödie. DerLiebeszauber wird zum Unglück. Die Liebe verblendetdas Weib zu einer dummen That. Die Vern ichtungaus Liebe.

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