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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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Die unendlich höhere Bedeutung der Ehre im Alter-thum.

Orientalische Völker haben Laster.

Die Institute wie Schulen (öiado%a£) dienen nicht demStande, sondern dem Individuum.

3. Erste, vorläufige Niederschrift des zweiten Capitels:Der Wettkampf bei den Griechen.

Wenn man von Humanität redet, so hegt die Vor-stellung zu Grunde, es möge das sein, was den Menschenvon der Natur abscheidet und auszeichnet. Aber einesolche Abscheidung giebt es in Wirklichkeit nicht: dienatürlichen Eigenschaften und die eigentlichmensch-lich genannten sind untrennbar verwachsen. Der Mensch,in seinen höchsten und edelsten Kräften, ist ganzNatur und trägt ihren unheimlichen Doppelcharakter ansich. Seine furchtbaren und als unmenschlich geltendenBefähigungen sind vielleicht sogar der fruchtbare Boden,aus dem allein alle Humanität, in Regungen, Thaten undWerken hervorwachsen kann.

So haben die Griechen, die humansten Menschender alten Zeit, einen Zug von Grausamkeit, von tiger-artiger Vernichtungslust an sich: ein Zug, der auch

in dem ins Groteske vergrössernden Spiegelbilde desHellenen, in Alexander dem Grossen, sehr sichtbarist, der aber in ihrer ganzen Geschichte, ebenso wiein ihrer Mythologie uns, die wir mit dem weichlichenBegriff der modernen Humanität ihnen entgegen-kommen, in Angst versetzen muss. Wenn Alexanderdie Füsse des tapferen Vertheidigers von Gaza, Batis,durchbohren lässt und seinen Leib lebend an seinenWagen bindet, um ihn unter dem Hohne seiner Soldaten