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Capitel 7: Das ästhetische Urtheil. Was ist das
ästhetische Urtheil? Das Richterthum in der Tra-gödie. — Der Wettkampf unter Künstlern setzt dasrechte Publicum voraus. Fehlt das Publicum,dann ist er im Exil (Philoktet). Alle Kunstgesetzebeziehn sich nur auf das Übertragen (nicht aufdie originalen Träume und Räusche).
2. Gedanken zum ersten Capitel:
Begriff des Wettkampfes.
Wie die griechische Natur alle furchtbaren Eigen-schaften zu benutzen weiss:
die tigerartige Vernichtungswuth (der Stämme u. s. w.)im Wettkampf,
die unnatürlichen Triebe in der Erziehung des Jüng-lings durch den Mann,das asiatische Orgienwesen im Dionysischen,die feindselige Abgeschlossenheit des Individuums(Erga) im Apollinischen.
Die Verwendung des Schädlichen zum Nützlichenist idealisirt in der Weltbetrachtung Heraklit’s.
Problem: wie wird der Wille, der furchtbare,gereinigt und geläutert, das heisst umgesetzt und inedlere Triebe verwandelt? Durch eine Veränderung derVorstellungswelt, durch die grosse Ferne seines Zieles,so dass er sich im übermässigen Ausspannen veredelnmuss.
Einfluss der Kunst auf die Reinigung des Willens.
Der Wettkampf entsteht aus dem Kriege? Als einkünstlerisches Spiel und Nachahmung?
Die Voraussetzung des Wettkampfes.
Das „Genie“! Ob es in solchen Zeiten existirt?