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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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schafft, künstlerisch schafft, wirkt im Künstler. Was istnun das Kunstwerk? Was ist die Harmonie? Jedenfallseben so real wie die bunte Blume.

Wenn aber die Blume, der Mensch, der Pfauen-schweif negativen Ursprungs sind, so sind sie wirklichwie dieHarmonien eines Gottes, das heisst: ihre Rea-lität ist eine Traumrealität. Wir brauchen dann ein dieWelt als Kunstwerk, als Harmonie producirendes Wesen,der Wille erzeugt dann gleichsam aus der Leere, dernsvlci, die Kunst als noqog. Alles Vorhandene ist dann seinAbbild, auch in der künstlerischen Kraft. Der Krystall,die Zellen u. s. w.

Richtung der Kunst, die Dissonanz zu überwinden:es strebt die aus dem Indifferenzpunkte entstandeneWelt des Schönen die Dissonanz als das an sich Störendemit in das Kunstwerk hinüber zu ziehn. Daher der all-mähliche Genuss an der Molltonart und der Dissonanz-Das Mittel ist die Wahnvorstellung, überhaupt die Vor-stellung mit der Grundlage, dass ein schmerzfreies An-schauen der Dinge hervorgebracht wird.

Der Wille als höchster Schmerz erzeugt aus sicheine Verzückung, die identisch ist mit dem reinen An-schauen und dem Produciren des Kunstwerks. Derphysiologische Process ist welcher? Eine Schmerz-losigkeit muss irgendwo erzeugt werden, aber wie?

Es erzeugt sich hier die Vorstellung, als Mittelfür jene höchste Verzückung'.

Die Welt ist nun beides zugleich, als Kern der eineschreckliche Wille, als Vorstellung die ausgegossene Weltder Vorstellung, der Verzückung.

Die Musik beweist, wie jene ganze Welt, in ihrerVielheit, nicht mehr als Dissonanz empfunden wird.

Das Leidende, Kämpfende, sich Zerreissende ist immer