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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
Entstehung
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170
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IJO

heit der Wille gegen sich selbst. Aber das ungeheureZiel des letzten Strebens wird nicht erreicht: der Willeist wie in einer Tarnkappe durch die Erscheinung ge-schützt.

3. Intellect und Welt.

1.

Unser Denken ist nur ein Bild des Urintellects, einDenken durch die Anschauung des einen Willens ent-standen, der sich seine Visionsgestalt denkend denkt.Wir schauen das Denken an wie den Leib: weil wirWille sind.

Die Dinge, die wir im Traum anrühren, sind auchfest und hart. So ist unser Leib und die ganze em-pirische Welt für den anschauenden Willen fest und hart.Somit sind wir dieser eine Wille und dieses eine An-schauende.

Es scheint aber, dass unsre Anschauung nur dieAbbildung der einen Anschauung ist, das heisst nichtsals eine in jedem Moment erzeugte Vision der einenVorstellung.

Die Einheit zwischen dem Intellect und der empiri-schen Welt ist die prästabilirte Harmonie, in jedem Mo-ment geboren und sich völlig im kleinsten Atome deckend.Es giebt nichts Innerliches, dem kein Ausserliches ent-spräche. Somit entspricht jedem Atom seine Seele, dasheisst: alles Vorhandne ist in doppelter Weise Vor-stellung: einmal als Bild, dann als Bild des Bildes.Leben ist jenes unablässige Erzeugen dieser doppeltenVorstellungen: der Wille ist und lebt allein. Die em-pirische Welt erscheint nur, und wird.