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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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wir sind die Angeschauten, nur ein Angeschauteswir sind die, in denen der ganze Process von neuementsteht. Aber leidet der Wille noch, indem er anschaut?Ja, denn hörte er auf, so hörte die Anschauung auf.Aber das Lustgefühl ist im Überschuss.

Was ist Lust, wenn nur das Leiden positiv ist?

Das Leben darzustellen als ein unerhörtes Leiden,das immer in jedem Momente eine starke Lustempfindungprojicirt, wodurch wir als Empfindende ein gewissesGleichmass, ja oft einen Überschuss der Lust erreichen.Ist das physiologisch gegründet?

3 -

Im Werden zeigt sich die Vorstellun gsnatur derDinge: es giebt nichts, es ist nichts, alles wird, das heisst:ist Vorstellung.

1. Nachweis, warum die Welt nur eine Vorstellungsein kann.

2 . Diese Vorstellung ist eine verzückte Welt, die

ein leidendes Wesen projicirt. Analogie-Beweis: wir

sind zugleich Wille, aber ganz in die Erscheinungsweltverstrickt. Das Leben als ein fortwährender, Erschei-nungen projicirender und dies mit Lust thuender Krampf.Das Atom als Punkt, inhaltslos, rein Erscheinung, injedem kleinsten Momente werdend, nie seiend. So istder ganze Wille Erscheinung geworden und schaut sichselbst an.

Jene aus der Qual erzeugte Vorstellung wendet sicheinzig der Vision zu. Sie hat natürlich kein Selbst-bewusstsein. So sind auch wir nur der Vision, nicht desWesens uns bewusst.

Leiden wir denn nun als reiner Wille? Wiekönnten wir leiden, wenn wir reine Vorstellung