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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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durch die Erscheinung hindurch schauenden Menschen.Es giebt keinen Weg zum Ureinen für den Menschen.Er ist ganz Erscheinung.

1. Realität des Schmerzes gegenüber der Lust.

2. Die Illusion als das Mittel der Lust.

3. Die Vorstellung als das Mittel der Illusion.

4. Das Werden, die Vielheit als Mittel der Vor-

stellung.

5. Das Werden, die Vielheit als Schein: die Lust.

6. Das wahre Sein: der Schmerz, der Widerspruch.

7. Der Wille: bereits Erscheinung, allgemeinste Form.

8. Unser Schmerz: der gebrochene Urschmerz.

9. Unsre Lust: die ganze Urlust.

2 .

Wir sind einerseits reine Anschauung, das heisstprojicirte Bilder eines rein entzückten Wesens, das indiesem Anschauen höchste Ruhe hat, andrerseits sind wirdas eine Wesen selbst. Also ganz real sind wir nurdas Leiden, das Wollen, der Schmerz: als Vorstellunghaben wir keine Realität, obwohl doch eine andre Artvon Realität. Wenn wir uns als das eine Wesen fühlen,so werden wir sofort in die Sphäre der reinen An-schauung gehoben, die ganz schmerzlos ist: obwohl wirdann zugleich der reine Wille, das reine Leiden sind.So lange wir aber selbst nurVorgestelltes sind, habenwir keinen Antheil an jener Schmerzlosigkeit: währenddas Vorstellende sie rein geniesst. In der Kunst dagegenwerden wirVorstellendes, daher die Verzückung.

Als Vorgestelltes fühlen wir den Schmerz nicht.Der Mensch zum Beispiel als eine Summe von unzähligen