— 163 -
8. Gedanken und Entwürfe zum neunten Abschnitt:Metaphysik der Kunst.
1 . Einleitendes.
1.
Meine Philosophie umgedrehter Platonismus: jeweiter ab vom wahrhaft Seienden, um so reiner, schöner,besser ist es. Das Leben im Scheine ist das Ziel.
2.
Sonderbare Schwärmer, die im Absterben derMenschheit das Heil und Ziel des Willens sehen!
3 -
Die Ethik auch als eine (irnavr' des Willens zumLeben: nicht der Verneinung dieses Willens.
' 4 -
Das Ineinander von Leid und Lust im Wesen derWelt ist es, von dem wir leben. Wir sind nur Hülsenum jenen unsterblichen Kern.
Insofern durch Vorstellung der Urschmerz gebrochenwird, ist unser Dasein selbst ein fortwährender künst-lerischer Act. Das Schaffen des Künstlers ist somitNachahmung der Natur im tiefsten Sinne.
5 -
Einfluss der Kunst, die uns eine Zeit im Leben fest-hält: Atli, dem die Schlangen zuhören. Wenn ihm dasSaitenspiel entsinkt, so tödten ihn die Schlangen.
11