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7- Gedanken zum achten Abschnitt:
Die homerische Heiterkeit.
i.
In den grossen Genien und Heiligen kommt derWille zu seiner Erlösung. Griechenland ist das Bildeines Volkes, das ganz jene höchsten Intentionen desWillens erreicht und immer die nächsten Wege dazugewählt hat. Dies glückliche Verhältnis der griechischenEntwicklung zum Willen verleiht der griechischen Kunstjenes satte Lächeln, welches wir griechischeHeiterkeit nennen. In ungünstigen Verhältnissen istdas sehnsüchtige Lächeln das Höchst - Erreich-bare, zum Beispiel bei Wolfram von Eschenbach und beiWagner. Es giebt dagegen auch eine Heiterkeit nie-.driger Art, die des Sklaven und des Greises. Jenessatte Lächeln ist das Leuchten des Blicks am Ster-benden. Es ist etwas der Heiligung Paralleles. Esbegehrt nicht mehr; darum wirkt es auf den Begehr-lichen kühl, abweisend, flach. Es zeigt nicht mehr denfernen Horizont des unbefriedigten Wunsches. Homerist nicht heiter, Homer ist wahr. Die Tragödie erreichtmitunter (zum Beispiel Ödipus auf Ivolonos) die satteHeiterkeit.