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lieh erwärmendes Einverständnis mit jedem Wort undjedem Bilde dieser Dramen sich erworben zu haben, sodass ihnen das immer erneute Lesen derselben wie einWandeln unter den Geistergestalten geliebter Todten, alsein fortgesetzter Austausch sicherster und tiefster Er-innerungen gelten durfte. Und doch fühlten sie, dassdieser Verkehr, mit dem Buch in der Hand, nur einkünstlich, ja unnatürlich vermittelter Verkehr mit Schattensei, der vor der dramatischen Wirklichkeit der Bühnebeschämt erbleichen müsse. Dies Gefühl, wunderbarerWeise, betrog sich mit dieser Hoffnung: vielmehr ent-stand, angesichts der Bühne mit shakespeare’schen Ge-stalten, jene Perplexität, über die ein aufregender Schau-spieler vielleicht auf Momente zu täuschen vermochte,die aber in der Erinnerung als Widerwille gegen diebühnengemässe Verwirklichung Shakespeare’s haften blieb.Man fühlt etwas wie eine Entweihung und bemühtsich, diesen Eindruck aus den Mängeln der Darstellung,dem Nichtverständniss Shakespeare’s von Seiten derSchauspieler u. s. w. abzuleiten. Es gelingt nicht: dennnoch im Munde des innerlich überzeugendsten Schau-spielers klingt uns ein tiefsinniger Gedanke, ein Gleich-niss, ja im Grunde jedes Wort, wie abgeschwächt, ver-kümmert, entheiligt; wir glauben nicht an diese Sprache,wir glauben nicht an diese Menschen, und was uns sonstals tiefste Weltoffenbarung berührte, ist uns jetzt einwiderwilliges Maskenspiel. Und so kehren wir wiederzum Buche zurück und gestehen uns, dass uns dieunnatürliche Vermittelung des gedruckten Wortes natür-licher dünkt als die Vermittelung des gesprochenenWortes in der sinnlich erscheinenden Handlung.
Versuchen wir aber nun selbst einmal, das, was wir inschweigsamer Ergriffenheit gelesen haben, uns laut, mit