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Voraussetzung Wagner’s: der Affecte empfindendeZuhörer, nicht der rein musikalische, der sentimentalische,der sofort dem Mythus gegenüber innerste Rührungempfindet, im Gefühl des Gegensatzes.
Die tragische Idylle: das Wesen der Dinge istnicht gut und muss untergehn, aber die Menschen sindso gut und gross, dass uns ihre Vergehen am tiefsten er-greifen, weil sie fühlen für solche Vergehen unfähig zu' sein. Siegfried der „Mensch“, wir dagegen der Unmenschohne Rast und Ziel.
Idyllische Tendenz der Kunst gegenüber: er siehtüberall die Verirrung der Künste und glaubt die reineKunst herzustellen. Der Individualismus der Künsteerscheint ihm als Verirrung. Der in Stücke gerisseneKünstler wird verurtheilt, der Allkünstler, das heisstder künstlerische Mensch, restituirt.
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Dass bei Wagner der Text noch bestimmend wirktauf die Musik, ist nur eine Nachwirkung der Opern-tendenz : das eigentlich Germanische ist der Parallelismusvon Musik und Drama, ja ich wage zu behaupten, dassMusik und Mimus uns noch einmal wahrhaft befriedigenwerden. Der Sänger der Bühne bringt eine schwierigeComplication hervor. In der Theorie scheint Wagnervöllig darauf hinauszukommen. Er legt allen Werth aufdas An-sich-verständliche der Handlung, den Mimus.Der unverständliche Text ist eine grosse Schwierigkeit:die Forderung eines dramatischen Sängers an sich eineUnnatur: ich verlege den Sänger in’s Orchester undreinige damit die Scene. Wagner hat unglaublicheMühe mit dem Sänger gehabt: um ihm eine natürliche